Warum Michael Burrys “Mutter aller Crashs”-Warnung berechtigt ist, und warum nicht

Der Aufschrei, den Michael Burry über das Crash von Lehman Brothers am 15. September 2008 ausgelöst hat, war so laut, daß er sich nicht länger verstecken konnte. Als er dann im September 2012 “Der Crash wiegt größer als die Börse” geschrieben hatte, war es schon zu spät.

Michael Burry ist ein US-amerikanischer Finanzjongleur, der vor der massiven Finanzkrise in den USA vor gut zehn Jahren gewarnt hat. Die Warnungen, die er damals in seinem Buch “Mutter aller Crashs” gegeben hat, sind heute wahr geworden, wie sie ihm prophezeit wurden. Michael Burry und seine Warnungen sind heute Teil der Schulungslehrpläne der meisten US-amerikanischen Universitäten im Bereich Finanzen.

Der ganze Hype und die Spekulationen locken Kleinanleger in den Markt, bevor die Mutter aller Zusammenbrüche kommt. Diese Worte stammen nicht von irgendjemandem, sondern von einer wahren Legende in der Investmentbranche. Der Hedgefonds-Manager Michael Berry, bekannt durch den Hollywood-Film The Big Short, warnt seine Follower per Tweet vor den Gefahren des Kryptowährungsmarktes. Nach einer Weile verschwand die Meldung jedoch wieder, und mit ihr das gesamte Profil.

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Die Prämisse der Warnung war eine psychologische Analyse von Kleinanlegern. Würden sie in Panik verfallen oder ungeduldig werden, würde der Verkaufsdruck auf den gesamten Sektor zunehmen und letztlich würden Billionen an Marktkapitalisierung verschwinden. Digitale Währungen sind mittlerweile ohnehin an eine gewisse Volatilität gewöhnt.

3 Argumente für weitere Preissenkungen

Die Wirtschaftswoche nennt heute drei Gründe für und gegen den Crash von Kryptowährungen. Dies sind Argumente für weitere Preissenkungen:

  1. Kryptowährungen fallen unter wichtige Unterstützungsniveaus
  2. Länder werden proaktiver im Kampf gegen digitale Währungen
  3. Institutionelle Investoren sind entsetzt.

Bitcoin, der große Maßstab aller virtuellen Währungen, hat in letzter Zeit starke Verluste erlitten und muss noch die psychologische Schwelle von $30.000 erreichen. Aus rein technischer Sicht dürften viele Händler hier Stop-Losses gesetzt haben, die nun ausgelöst werden und den Verkaufsdruck erhöhen. Hier wird oft die Momentum-Strategie eingesetzt.

Die Verluste sind nicht zufällig. Weitere schlechte Nachrichten aus China, wo ganze Bergbaubetriebe stillgelegt wurden, führten zu einem Rückgang des Marktes. Dies dürfte sich insbesondere auf institutionelle Anleger auswirken, die nach einer langen Wachstumsphase derzeit mit großer Marktunsicherheit konfrontiert sind.

3 Argumente für Preiserhöhungen

Aber auch die andere Seite hat ihre Argumente. Die Wirtschaftswoche listet auch drei Thesen auf, die für eine Rückkehr zu höheren Preisen sprechen:

  1. Der Zugang zu Kryptowährungen ist einfacher denn je
  2. Legalisierung und Legitimation sind unumgänglich
  3. Kryptowährungen bleiben eine gute Anlagealternative zu traditionellen Assets.

Mittlerweile sind digitale Währungen so populär geworden, dass die wachsende Konkurrenz die Verfügbarkeit der einzelnen Coins stark erhöht hat. Sie müssen kein technischer Experte mehr sein, um Ihr Portfolio zu konfigurieren. Darüber hinaus gibt es alle möglichen öffentlichen Befürworter, die den von China gewählten Weg nicht unterstützen. Die neueste Nachricht kommt aus El Salvador, das nun BTC als offizielles Zahlungsmittel anerkennt. Besonders in kleinen Ländern wird die Zustimmung oft demonstriert. Wenn sich Kryptowährungen jetzt tatsächlich als inflationsresistent erweisen, könnte es langfristig zu einer Umkehrung kommen.

Foto von Conor Samuel

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