Krypto-Nutzer erheben Sammelklage gegen Ledger und Shopify

Eine gemeinsame Sammelklage wurde gegen den Wallet-Dienstleister Ledger und die E-Commerce-Plattform Shopify eingereicht, nachdem die persönlichen Daten von 270.000 Wallet-Nutzern im April und Juni 2020 gestohlen wurden.

Eine verwandte Sammelklage gegen den Wallet-Dienstleister und seinen Partner Shopify wurde in 6. April, aufgezogen von John Chu und Edward Baton in Kalifornien. Die beiden Männer, die durch die Datenverletzung ausgelöst wurden, waren Opfer eines Phishing-Betrugs.

Die Kläger behaupten, dass es die Fahrlässigkeit von Ledger war, die die Datenverletzung verursacht hat, und dass das Unternehmen diese Tatsache dann absichtlich ignoriert und versucht hat, sie zu vertuschen. Kundendaten wurden von zwei böswilligen Shopify-Mitarbeitern gestohlen, die sich über eine Sicherheitslücke Zugang zu Ledger verschafften, dem Online-Shop, der auf der E-Commerce-Plattform von Shopify basiert.

Die Mitarbeiter verkaufen die Daten dann an Hacker im Dark Web weiter. Die Kunden von Ledger gelten als vielversprechendes Angriffsziel, da die Hardware-Portfolios des Dienstleisters oft große kryptografische Assets enthalten, deren Datenverkehr nur schwer zu verfolgen ist.

Hätte Ledger in dieser Zeit verantwortungsvoll gehandelt, hätten viele Verluste vermieden werden können, argumentieren die Kläger.

Es handelt sich um einen Folgeschaden, da die Hacker die erlangten Daten u.a. für Erpressung und Schutzgelderpressung verwendet haben. In den betrügerischen E-Mails ahmten die Angreifer jegliche Korrespondenz mit Ledger nach und ließen sie so noch legitimer erscheinen. Infolgedessen verlor Chu 267.000 $ in Bitcoins und Ether, während 75.000 $ in XLM Baton gestohlen wurden.

Laut der Klage hat Ledger es in erster Linie versäumt, betroffene Kunden persönlich zu benachrichtigen und das wahre Ausmaß der Datenverletzung offenzulegen.

Die Ausfälle von Ledger und Shopify haben Ledger-Kunden zum Ziel von Angriffen gemacht und ihre Daten für Hacker auf der ganzen Welt zugänglich gemacht. Ledgers schlechte Reaktion verschlimmerte den angerichteten Schaden nur noch. Infolgedessen hat das Unternehmen betroffene Kunden nicht persönlich benachrichtigt oder das volle Ausmaß der Datenverletzung offengelegt.

Es ist noch nicht bekannt, ob der Anbieter des Wallets sofort über das Ausmaß der Datenverletzung informiert wurde. Im Blogbeitrag des Unternehmens vom Juli 2020 war nur von 9.500 betroffenen Benutzern die Rede.

In einem weiteren Blog-Beitrag im Januar 2020 räumte Ledger den Vorfall vollständig ein und kündigte an, die Speicherung und Kommunikation von Kundendaten in Zukunft deutlich zu ändern. Außerdem wurde eine Belohnung von 10 BTC für Informationen ausgesetzt, die zur Identifizierung und Festnahme der Hacker beitragen, die den Diebstahl begangen haben.

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